„Mehr Platz in der Zeit“

Hallo du! Hallo Ihr!
Liebe Leser*innen, liebe Blogbesucher*innen, liebe Follower*innen,
liebe Naturliebhaber*innen, liebe Aktivist*innen,

Lieb gewonnene Tradition, Jahreswechsel im Wald. Die tiefe Winterstille zeigte sich unbeeindruckt von den wenigen Böllern, die natürlich trotzdem krachten.

Wie jedes Jahr hüllte sich der Wald pünktlich um Mitternacht herum in dichten Nebel. Als ob er damit was bestimmtes sagen wollte… Käuzchenrufe, Mäuschengeraschel, Schneegeriesel… Hast du schon mal Schnee fallen hören? Es fehlte nur noch, dass Fuchs und Reh vorbeigekommen wären, um uns „Gute Nacht“ und „A gut´s Neues“ zu wünschen…
Gewundert hätte es uns nicht…

Neujahrsmorgen, Neujahrsschnee. Was für ein würdiger Start ins neue Jahr!

Auch unsere Wölfin lauschte andächtig in diese ganz besondere Winterwaldstille… so klingt sie nur am frühen Morgen.

Und vielleicht auch nur am Neujahrstag. Ja, das neue Jahr hat begonnen. In den nächsten Tagen geht sie vorbei, diese besondere Zeit des Jahres:
Dezember, Weihnachtszeit, stille Zeit. Zeit der kurzen Tage und langen Nächte, Zeit der Kerzen, Sterne und bunten Kugeln. Zeit zwischen den Jahren, Neujahrszeit, Januar.
Ich hoffe, ihr hattet Zeit.
Zeit, ein bisschen Ruhe zu finden, sich zu besinnen, Klarheit zu schaffen und Kraft zu sammeln für das neue Jahr.

„Ein besseres Jahr 2021!“ hört man die Tage oft. Besser sagt man, normal meint man. „Zurück zur Normalität!“, dahin drängt gerade alles und jede*r, hat man den Eindruck, wenn man Nachrichten hört. Zurück zur Normalität, heißt in Deutschland: Bitte alles wieder so, wie vor dem 13. März 2020.


Als Aktivistin weiß ich aber, dass das keine gute Idee ist, dass das kein gutes normal ist. Und dass wir dahin nicht zurückgehen sollten. Wir sollten schneller-höher-weiter ad acta legen. Wir sollten die Zeit nutzen, für den Umbau, der sich etwas sperrig sozial-ökologische Transformation nennt. Gemeint ist: weniger-anders-besser. Dafür sollten wir uns entschieden, so lange wir noch selbst entscheiden und mitgestalten können. Bevor uns die Rahmenbedingungen endgültig zwingen. Was so ein Zwang bedeutet, erleben wir seit dem 13. März. Gut findet das wohl kaum jemand… Die zwingende Notwendigkeit läßt aber kaum eine Wahl. Was, wenn wir wirklich keine Wahl mehr haben?

Für meinen Wunsch für 2021 klaue ich mir fünf Wörter aus einem Vortrag, der sich für mich gerade irgendwie wie eine gute Neujahrsansprache anfühlt:
„Mehr Platz für mehr Zeit!“

Die Idee hinter diesen fünf Wörtern: „Wenn wir mehr Zeit haben für wirklich wichtiges, würden wir vielleicht wieder erkennen, in was für einer wunderbaren Welt wir leben.“ Und vielleicht würden wir dann weniger so handeln, diese wunderbare Welt weiter zu zerstören, sondern eher so, sie wirklich für alle zu verbessern. In diesem Sinne brauchen wir dann doch dringend mehr vom schneller-höher-weiter: Mehr Zeit, mehr Mut, mehr Entschlossenheit, mehr Spaß und Freude dabei, schneller zu Handeln.
Denn eigentlich wissen wir doch ganz genau, wofür wir es tun…

In diesem Sinne – Gläser und Tassen hoch!

Euch allen ein herzliches DANKE
für den wunderbaren Blogger*innen-Austausch
und ein fröhliches, glückliches, gesundes neues Jahr

mit viel Platz für mehr Zeit,
Freude, Mut und Entschlossenheit!
Für diese wunderbare Welt!

11 Kommentare

    • Ja, das ist damit auch gemeint! Das gehört auch dazu. 🙂 Dann erkennen wir, dass vieles, was wir uns angeblich wünschen, eigentlich nicht unsere Wünsche sind ;-).
      Stichwort: Werbung und „was man so hat und braucht und machen muß“ usw. Lesch drückt es sehr schön in einer Frage aus: „Ist der Traum, den du träumst noch dein eigener? Oder ist er aus dem Werbungswahnsinn in deinen Kopf gesetzt worden?“

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    • Danke! 🙂
      Ja, hoffen, aber das alleine reicht nicht. Ärmel hochkrempeln und machen ist die Devise! Schließlich liegt es ja an uns allen 🙂 – im Kleinen wie im Großen, im Privaten, im Alltag wie im Beruflichen. 🙂 Überall treffen wir Entscheidungen, und die Summe all der Entschiedungen entscheidet, in welche Richtung wir gehen. Jede*r macht einen Unterschied. Überall können wir also ansetzen und anfangen, Rädchen neu zu drehen, die dann Wellen schlagen, und immer größere Rädchen in Gang setzen…
      Es liegt wirklich an uns allen 🙂
      Ja, hoffen wir, dass viele, viele und immer mehr ihre Optionen nutzen 🙂
      Ganz liebe Grüße in den Norden!

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      • Ich glaube, da gibt es schon ne ganze Menge Menschen, die was tun und einige werden durch die Umstände jetzt sicher auch was ändern. Wenn ich dann allerdings diese Rodeltouristen dieser Tage sehe, die jetzt hier und heute auf die Rodelberge müssen, obwohl sie voll sind, dann weiß ich es auch nicht. Dann geht es wieder nur um die eigene Comfortzone. Davon gibts auch in Sachen Klima leider noch mehr. Aber letztenendes heißt es dran bleiben. Steter Tropfen höhlt den Stein. Prost 😉

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      • Ja, ich stimme dir in allem zu. Zum Glück gibt es sehr viele, die schon viel und auch immer mehr tun, das ist großartig! Und tut auch echt gut, sonst würd ich, glaub ich, auch durchdrehen. Aber es gibt eben auch noch zu viele, die noch nichts tun oder auch noch mehr tun könnten. Im Prinzip gibt es bei jedem kleien Buastellen, wo man noch was ändern kann… wenn manmal ehrlich ist.
        Wenn man sich mit dem aktuellen Zustand der Welt auseinandersetzt, wird es einem himmelbangeangst… Und leider wird das Ausmaß immer noch heruntergespielt. Hier ein guter Beitrag dazu:
        https://www.watson.de/nachhaltigkeit/gastbeitrag/150891790-extinction-rebellion-klimaangst-ist-eine-angemessene-reaktion

        Yup! Dran bleiben! Unbedingt! 🙂 Es gibt keine Alternative. Let´s do it! Denn 😉 dagehtwas, und wie!

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