Ausgespült

Der Starkregen hat dem Wald seinen Müll entlockt.
Müll mit Datum und Herkunftsangabe.
Das Laminiergerät hat gute Arbeit geleistet. Seit 20 Monaten Wind und Wetter ausgesetzt, und trotz einiger Risse ist die Druckertinte noch gut lesbar.
Wie lange wäre es wohl noch zwischen Laub und Geäst verborgen geblieben, ohne den Regen?
Zehn Jahre? Hundert Jahre?
Plastik lebt lang.
Müll als Zeugen der Zeit.

Müll im Wald

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9 Kommentare

  1. Das war ja eine „ganz tolle Idee“ mit dem Laminieren und dann noch vergessen, wieder mitzunehmen…. !!! Grumpf !!!!
    Die Woche berichteten sie im Regionalfernsehen, daß die Störche dieses Jahr gut Junge bekommen haben. Leider verbauen die Vögel inzwischen Plastik in ihren Nestern, was sie in der Natur finden. Dann kam der Starkregen. Und dann sind etliche Jungvögel in ihren Nestern ertrunken…. Wie grausig, und nur, weil wir mit dem Plastik so gedankenlos umgehen. Ich versuche auch schon mehr drauf zu achten weniger zu verbrauchen, aber wenn ich aus dem „normalen“ Supermarkt komme, bin ich jedesmal entsetzt, wieviel Plastik ich nach Hause schleppe. In Ruanda sind Plastiktüten übrigens verboten. Geht also auch. Vielleicht kommen wir da ja noch hin ! Hoffnungsvolle Grüße

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    • Letzes Jahr fanden wir in unserem Holzstoß ein kleines Vogelnest, in dem auch Plastik eingewoben war. Auch in den Nistkästen finden wir jedes Mal mindestens ein Stück Plastikfolie.
      Einkauf im Supermarkt ist die Verpackungs- und Plastikhölle pur. Total nervig. Die Wahl zwischen konventionellem Anbau oder halbwegs Bio mit Plastik ist wirklich „großartig“. Wochenmärkte und Hofläden sind eine gute Alternative, um wenigstens bei Obst und Gemüse Verpackungen zu vermeiden. Und wenn man Glück hat, ist´s auch noch ökologischer angebaut und tatsächlich regional erzeugt.

      Kennst du das Film- und Fotoprojekt „MIDWAY a Message from the Gyre“ von Chris Jordan?
      http://www.chrisjordan.com/gallery/midway/#CF000313%2018×24
      hier der Film dazu mit Erläuterungen:
      http://www.midwayfilm.com/
      Nichts für schwache Nerven, aber es zeigt das ganze Ausmaß und bedarf keiner weiteren Worte…

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      • Kenne ich glaube ich noch nicht – werde ich bei Gelegenheit (an einem nervenstarken Tag ?!) mal ansehen. Seltsam finde ich manchmal, was im Bioladen in Plastik verpackt ist (wenn auch abbaubar). Dort kommts zwar eher selten vor, wundert mich dann aber auch. Markt einkaufen finde ich ebenfalls gut, muß dort aber auch immer wieder einen ziemlich bedenkenlosen Umgang mit Plastiktüten feststellen, wenn man selbst nicht gleich „nein“ sagt, hat man schon eine Tüte an der Hand hängen…Im Supermarkt nehme ich Obst und Gemüse lose mit. Aber vieles bekommt man nur in Plastik abgepackt. Nerv…Wenn man bedenkt, daß das früher alles ohne ging ?!! Wahnsinn !

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  2. Hab mal reingeschaut – wie furchtbar !!!!!! Das Projekt ist gut gemacht. Mehr braucht man da wirklich nicht zu sagen. So ein Sch…. die armen Tiere !!!!! Gestern haben sie eine Art Unterwasseregge im Fernsehen vorgestellt, mit der sie wenigstens einige Tonnen der verlorengegangenen „Geisternetze“ auf dem Meeresgrund wieder einsammeln können. Es wurde angemerkt, daß es darüber natürlich keine Meldungen gibt: Ups, mir ist da mal ein riesiges Fischernetz verlorengegangen. Ach, egal. Hab gestern mein Auto verloren oder wie…?! – Naja, ich will nicht zu viel rummeckern. Man kann nur im Kleinen anfangen und hoffen, daß es Kreise zieht. Und es beginnt ja ein Umdenken. Wie immer zu langsam für meinen Geschmack 😉

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