Du bist gefragt! – Umfrage der EU

Stell dir vor, du bist gefragt! Oder besser formuliert: Du wirst gefragt. Wir alle werden gefragt. Und zwar von niemand geringerem als von der EU. Ja, du hast richtig gelesen! Die EU fragt dich – uns alle! – um unsere Meinung. Und zwar in einer „Öffentlichen Konsultation zur Initiative der EU für Bestäuber“.

Ich würde ergänzen: Insekten im Allgemeinen. Denn eigentlich kann es nicht nur um Hummeln und Bienen gehen, so wichtig sie auch sind. Gesunde, artenreiche Ökosysteme, das muss das Ziel sein, und nichts Geringeres. Aber was für die Bestäubern gut ist, tut schließlich auch den anderen Sechsbeinern gut!

Bis zum 5. April 2018 „sollen Meinungen zum Rückgang der Bestände von Bestäuberinsekten eingeholt werden, um zur Entwicklung einer europäischen Initiative für Bestäuber beizutragen“, so lautet die Zielvorgabe der Konsultation.

Die 13 Fragen können in 24 verschiedenen Sprachen beantwortet werden – die Sprachauswahl findest du oben rechts. Deine Antworten kannst du anschließend als pdf herunterladen oder dir per Email zuschicken lassen.

Also auf geht´s! Mach es wie die Grillen: Geig der EU deine Meinung!

Und dann hoffen wir, dass all unsere zahlreichen Antworten helfen, die Weichen Richtung Artenvielfalt zu stellen…

 

Eine kleine Hommage an die Sechsbeiner, fotografiert mit einer analogen Kamera, vor über 10 Jahren, auf einer Studienexkursion zum Neusiedler See.

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27 Kommentare

  1. Ups, ich glaube WordPress hat gerade die Seite zerlegt. Vorhin sah die noch richtig aus. Wahrscheinlich wird da wieder gebastelt. Tolle Bilder, wow. Was für schöne Käferexemplare! Obs die dort heute auch noch so zahlreich gibt ? Das mit dem Fragebogen habe ich bereits gemacht. Gut, daß du dazu schreibst! Viele wissen davon nichts und man kann es gar nicht oft genug erwähnen. Je mehr mitmachen, desto wirkungsvoller hoffentlich!!!

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    • Oh, die Seite hat´s zerlegt? Gleich mal nachsehen… bei mir sieht´s ganz normal aus. Dann hoffe ich mal, dass das nur vorübergehend war.
      Freut mich, dass du schon mit „gegeigt“ hast 😉
      Ja, tolle Tiere, oder? Ich hoffe sehr, dass man diese Arten dort noch überall findet. Dieses Jahr will ich unbedingt bei uns im Garten noch mehr nach ihnen Ausschau halten und dokumentieren. Ich hab gelesen, dass es in artenreichen Auwäldern etwa 7 bis 9 Jahre dauert, bis man allein etwa 90 % aller darin vorkommenden Schmetterlingsarten erfasst hat. In artenärmeren Großstatdtgärten bräuchte man immer noch 3 bis 4 Jahre dafür. Da sollte ich mal langsam anfangen, was? 😉

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      • Ich glaube, die haben wieder rumgewerkelt. Dann ists bestimmt schon wieder in Ordnung. Ich hatte es vorher schon kurz gesehen und da war alles bestens. Hast du eigentlich einen bezahl-Blog oder es selbst installiert? – Das mit der Erfassung sind ja Aussichten. Ja, mach das mal. Das wäre doch spannend! Ich kann mir zwar nicht vorstellen ,daß das für die armen Großstadtgärten so lange dauern soll, aber wer weiß, was sich wo versteckt 🙂

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      • Das dauert deswegen so lange, weil manche Arten in manchen Jahren nicht da sind, weil es zu tocken, zu feucht, zu heiß was auch immer ist, obwohl sie aber vorkommen. Und um auch die „nicht-immer-da-aber-kommen-trotzdem-vor“-Arten auch zu erfassen, dauert es eben mehrere Jahre.
        Für ökologische Gutachten ist die Vorgehensweise so: man geht 5-6 Mal ins Gelände, für jeweils 1h, und dann gelten die Vogelarten als erfasst. Wenn ich das in unserem Garten machen würde, wäre die Artenliste der Vögel nur ein Bruchteil so lang wie sie eigentlich ist. Aber wer hat schon das Geld und die Zeit, so lange Artenbestimmungen durchzuführen?

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      • Ah ja, das macht Sinn. Da kann man mal sehen ,wie schlecht ich meine „Nachbarschaft“ kenne 😉 – Dann ist das mit den Gutachten ja eine „tolle“ Sache, wenn nicht wirklich erfaßt wird, was da ist. Klar, das kann ich nachvollziehen. Das erlebt man ja schon oft bei der Stunde der Gartenvögel, daß allein an den drei Tagen oft alles anders ist als sonst. Wie wirkungsvoll mit diesen kurzen Geländebesuchen……………pft. Tja, Geld ist da, die Frage ist nur, wofür es eingesetzt wird oder wo es verschleudert wird.

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      • Wobei man fairerweise sagen muß: Eine jahrelange Untersuchungen ist wirklich nicht finanzierbar. Und zum Glück gibt es immerhin die Verpflichtung, ökologische Gutachten zu erstellen. Sonst würde gar nichts für den Arten- und Biotopschutz passieren geschweige denn ausgeglichen werden. Was aber nicht heißt, dass man da nicht einiges aufbessern könnte. Und dass man auch diese Errungenschaft permanent verteidigen muß. Vor kurzem hat ein CSU-Politiker in einer Radio-Gesprächsrunde (Bayern 2) über das angestrebte Bürgerbegehren zur Flächenversiegelung in Bayern gemeint, man könne das doch alles „flexibler handhaben“. Und im Kontext seiner weiteren Äußerungen war schnell klar, dass er damit weniger streng und mehr Spielraum in Richtung weniger Ausgleich meinte. Noch nicht im 21. Jhd angekommen und nichts verstanden, war mein erster (böser) Gedanke. 😉

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      • Absolut!! Zumal schon so viel versiegelt wird. Als könnte man das immer noch laxer handhaben. So ein Witzbold, der!!! – Wie du sagst, das mit den Gutachten fände ich schon verbesserungswürdig. Tja, die ideale Welt wirds nicht geben, aber man muß dafür was tun und auf erreichtes aufpassen. Wir Deutschen sind ja immer besonders bestrebt, alles besser machen zu wollen. Also, los gehts 🙂

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      • Ja, auf geht´s! Das wäre mehr als notwendig. Im globalen Vergleich sind wir in vielen Dingen ganz schön abgehängt worden. Hast du zufällig die Abstimmung der Bevölkerung in Ecuador mitbekommen? Die meisten Medien schreiben leider nur darüber, dass sie keine weitere Amtszeit ihres Präsidenten wollen. Aber sie haben über sehr viel mehr abgestimmt, haben wir zufällig entdeckt. Mehr als zwei Drittel haben sich dafür ausgesprochen, den Bergbau in ökologisch sensiblen und in besiedelten Gebieten komplett zu verbieten. Und sie wollen die Ölförderung im Yasuní-Nationalpark massiv einschränken. Für so ein armes Land ist das echt der Hammer! Und das reiche Bayern stellt sich gegen einen dritten Nationalpark. Obwohl wir hier nur 0,6 % (!) der Landesfläche geschützt haben. In vielen sogenannten „Entwicklungsländern“ sind es hingegen zweistellige Prozentzahlen! Aber wir können uns das nicht leisten… tsss.

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      • Das ist ja mega…toll!!! Wow, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Und ich las noch in Dave Goulsons neuestem Buch von einem Gebiet in Ecuador, oben in den Bergen, mit einer enormen Artenvielfalt und er fragte sich vor ein paar Jahren, wie das wohl weitergehen würde. Oh wie schön. Endlich mal positive Nachrichten!!! – Ja, das andere ist wieder zum Durchdrehen! Genau. hier können wir es uns vermeintlich nicht leisten, die arme Wirtschaft hat ja immer solche Verluste zu beklagen – seufz, heul – oder man baggert bis in geschützte Gebiete hinein, wenn Bürger nicht nein sagen (https://weact.campact.de/petitions/stoppt-steinbruch-erweiterung-langenfeld). Nicht zu fassen!!!! Aber denken wir an das Positive. Vielleicht schaffen wir da auch noch was…

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