Dörren mit Sonnenkraft I

Seit diesem Sommer haben wir Strom von der Sonne. Und weil wir Strom von der Sonne haben, hab ich mir was geleistet: einen Dörrofen. Schon länger hab ich sowas im Kopf, fand aber immer, dass so ein Gerät viel zu viel Energie verbraucht. Wenn aber die Sonnenenergie, eingefangen von der Solaranlage, direkt aus der Steckdose in den Dörrofen fließt, dann ist das irgendwie was anderes… find ich zumindest.

Vorausgesetzt natürlich: Die Nutzung des Dörrofens erfolgt an Sonnentagen. Und genauso hab ich das gemacht. Wenn vormittags die Sommersonne vom leuchtend blauen Himmel auf die Solaranlage feuerte, hab ich den Dörrofen bestückt, und los ging´s!

Mit der schön anschaulich gestalteten Displayanzeige konnte ich dann gut verfolgen, was meine neue Obsthaltbarkeitsmethode so an Energie braucht.
Zum Beispiel am 06.09.2020:
An dem Tag war der Akku schon um 11.40 Uhr voll. Die Momentaufnahme zeigt außerdem: Über 2800 W fing die Solaranlage ein, rund 800 W davon brauchten wir gerade, 600-650 W davon flossen in den Dörrofen. Der Rest (an die 2.000 W) wurde ans Netz abgegeben.
Da der Dörrofen nicht die ganze zeit auf volle pulle heizt, macht das bei 6h Dörrzeit ca. 2 kWh. Wie gesagt, eigentlich viel zu viel, aber wenn wir den Strom so direkt von der Sonne bekommen…

Die Zahlen bei der Anzeige schwanken ständig leicht hin und her. Daran muß man sich beim Ablesen erst gewöhnen. Das coole ist aber: Noch nie hatte ich so einen direkten und ganz konkreten Bezug zu unserem Stromverbrauch! Diese Watt und Kilowattstunden und diese Zahlen auf der Stromrechnung, die einmal im Jahr ins Haus flattert… Da ist doch Null komma Null Bezug zu dem, was man den ganzen Tag über so nebenbei aus der Steckdose zieht.
Und jetzt? Ich schau auf die Grafik, merke mir die hin und herflackernden Zahlen, schalte ein Gerät ein, und dann schau ich nochmal. Zack! Schon sieht man schwarz auf weiß: Es lohnt sich wirklich, nur so viel Wasser in den Wasserkocher zu füllen, wie man wirklich braucht!!! (Falls das jemand noch nicht wußte 😉 )

Gut, so stromverschwenderisch waren wir auch vor der Solaranlage nicht unterwegs. Mit etwa 1.200 kWh pro Jahr liegen wir unter dem Durchschnitt eines deutschen 1-Personenhaushalts*
(Nein, wir leben nicht hinter´m Mond! Und ja, wir haben auch einen Fernseher und Rechner, mit denen wir arbeiten und im Internet surfen ;-). Wir sägen unser Holz, haben sogar eine kleine Sauna und jetzt auch noch einen Dörrofen.).
Aber mit dieser Anzeige kann man schon ein bißchen sportlichen Ehrgeiz entwickeln ;-), v. a. wenn es darum geht, die nächtlichen Stromzieher ausfindig zu machen, wenn man denkt, man hat doch eigentlich alles ausgeschaltet…

So, aber nun bin ich voll vom Thema abgekommen!
Zurück zum Dörrofen!
…Fortsetzung folgt….


* Quelle Stromauskunft, am 10.12.2020 – und wo liegt dein Haushalt so?

Folgende Durchschnittswerte für den Stromverbrauch eines Haushaltes in Deutschland kann man ansetzen:

Haushaltsgrößedurchschnittlicher Stromverbrauch pro Jahr in kWh
Single – Haushalt2000
2 – Personen Haushalt3500
Familie4250
Großfamiile5000

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.