Dörren mit Sonnenkraft II

Die Birnen- und Apfelernte war dieses Jahr wieder ordentlich! Nochmal und nochmal und nochmal sammelte ich Birnen und Äpfel ein… einfach zu schade, um sie wegzuwerfen!

Neben Marmelade, Apfelmus, Einwecken und Kuchen und im Erdkeller einlagern hab ich mit dem Dörrofen jetzt nochmal ganz neue Möglichkeiten! Vor allem für die Birnen, die sich leider nicht zum Lagern eignen.

Meine ersten Dörrobjekte waren jedoch Pfirsiche! Aus dem Garten von Freunden. So leckere Früchte! Wahnsinn! Und der Baum hat dieses Jahr getragen wie verrückt. Kistenweise haben unsere Freunde geerntet, und ein paar sind auch zu uns gewandert.

Marmelade, Kuchen und ein Schwung ab in den Dörrofen! Laut Anleitung: bei 60 ° 8 Stunden Dörrzeit.

Mmh… ihr könnt euch nicht vorstellen, wie lecker diese gedörrten Pfirsiche sind! Süß wie Bonbons. Im Müsli eine Wucht. Fängt man einmal damit an, kann man nicht mehr aufhören! Konzentrierte Pfirsichsüße!
Mmh! Bei jedem Stück bedaure ich den bevorstehenden Verlust dieses Pfirsichbaums. Denn leider, leider wird dieser wunderbare Baum mit seinen herrlichen Pfirsichen nächstes Jahr einer Gartenumgestaltung zum Opfer fallen… ein Jammer…
…mir wird klar: Ich brauch unbedingt eine neue Pfirsichquelle! Irgendwo stehen doch bestimmt noch mehr Pfirsichbäume, die so viele Früchte haben, dass sie die Besitzer*innen nicht verarbeiten können oder wollen…

Richtig lecker sind auch die Dörräpfel geworden! Einer unserer drei „Totgeglaubten“ Apfelbäume, wie ich sie immer nenne, der Einarm-Baum*, hatte dieses Jahr zum ersten Mal richtig coole Äpfel! Total lecker, so hellgrün wie sie aussehen, schmecken sie auch: leicht säuerlich-süß, spritzig-fruchtig.
Mittlerweile (Stand 11. Dez.) hat sich auch herqausgestellt: Sie lassen sich auch super gut lagern!

Da es mein erster Dörrversuch mit dieser Apfelsorte und überhaupt mit Äpfel war, hab ich erstmal alles brav nach Anleitung gemacht, und die Äpfel geschält. Einstellung laut Anleitung: 60 ° und 6 Stunden.

Richtig lecker wurden die Birnen! Sie brauchen seltsamerweise deutlich länger als Äpfel, 9 Stunden bei 60°. Und es stimmte. Nach 6 Stunden waren sie definitiv noch nicht fertig!
Um für diese lange Dörrung einen vollen Sonnentag zu erwischen, hab ich also ein paar Stunden früher als bei den Äpfel den Dörrofen bestückt. Mmh, auf den Bildern lässt sich gar nicht mehr so richtig nachvollziehen, ob da grad Birnen oder Äpfel vor sich hin dörren…

Wichtig ist, alles luftdicht zu verpacken, sonst ziehen die getrockneten Früchte Feuchtigkeit aus der Umgebung an, was auch zu Schimmelbildung führen kann. Nun bin ich natürlich sehr gespannt, wie lange sich die Früchte halten…

Unsere Home made-Produktpalette hat sich dieses Jahr also sehr lohnend erweitert! Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich mich schon auf die nächste Obstsaison freue 😉 Ich hoffe schon jetzt, dass es genügend Zwetschgen gibt…


* Ich nenne den Baum so, weil er brutal zusammengeschnitten wurde. Als wir herzogen, stand nur noch der Stamm mit einem dicken Ast, den er klagend emporstreckte wie einen Armstumpf. Mittlerweile hat er viele neue Äste bekommen, irgendwann fing er an zu blühen, und nochmal ein Jahr später trug er wieder kleine Äpfel. Witzig ist, dass seine Äpfel bisher jedes Jahr anders aussahen... Die, die er dieses Jahr hatte, kann er jetzt gerne beibehalten!

7 Kommentare

  1. … aber schälen ist eigentlich echt unnötig, ich lasse die Schalen bei Äpfeln immer dran. Birnen mit harten Schalen könnten evtl besser sein geschält….
    und wieso gestaltet man denn einen garten nicht um so einen feinen Baum herum um, um Himmels Willen???? *seufz*

    Gefällt 1 Person

    • Ja, das hab ich dann auch angenommen, dass man die Schale dran lassen kann. Das werd ich auch beim nächsten Mal machen. Mir tut es immer leid, sie wegzuwerfen, das steckt ja voll viel drin!

      Ja, und wegen dem Pfirsichbaum: In dem Fall kann ich die Gartenumgestaltung sogar verstehen (ohne jetzt hier zu sehr ins Detail zu gehen, geht es darum, dass die sehr kleinen Kinder den Garten nutzen können, ohne dass die Eltern ständig Angst haben müssen, dass die Kinder auf der Straße landen).
      Es gäbe sicher Möglichkeiten, um den Baum herum die Gestaltung anzupassen, aber das macht es ziemlich aufwendig.
      Ich würd´s vermutlich trotzdem machen… So oder so gibt es derartige Baumfällungen, für die ich deutlich weniger Verständnis aufbringen kann. Es bleibt aber ein Jammer… :-/

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