Auf ein richtig gutes 2020!

Jahreswechsel wieder im Wald. Über den stillen Baumriesen ein glitzerndes Sternenzelt. Der Orion startet genau über der Lichtung. Die dünne Mondsichel wandert mit ihm im Uhrzeigersinn.
Zu dunkel zum Fotografieren.
Zeit zum Sinnieren.


Jeder Stern eine Sonne, jede Sonne eine eigenes Sonnensystem… theoretisch könnte es dort überall eine Erde geben. Aber wir wissen nur von dieser einen, auf der ich gerade mitten im Wald sitze und durch die blattlosen Baumwipfel in den glitzernden Sternenhimmel schaue.
Was für ein einziges Wunder doch diese Erde ist…

Wölflein harrt seit Stunden unbeweglich in ihrer Deckenhöhle im Auto aus. Gefährlich kracht und knallt es in den umliegenden Dörfern. Wir harren auch aus, warten auf den Jahreswechsel und lauschen in den Wald und in uns hinein. Die Gedanken halten Abstand. Wie die Menschen in den Dörfern um uns herum sind sie zwar irgendwo, aber eben nicht da, wo wir jetzt im Moment sind.

Plötzlich ist das Warten zu Ende – zufällig sehe ich den Zeiger genau in dem Moment, in dem er auf Mitternacht rutscht!

Alles Gute und die besten Wünsche für das neue Jahr!
Gesundheit, Glück, Frieden, Zufriedenheit, natürlich!
Dir auch, Euch auch!
Unbedingt, wichtig, ja, das wünschen wir uns alle! Auf jeden Fall.

Mit dem Ende des Wartens nähern sich auch ein paar Gedanken. Wie wäre es mal mit richtig vielen richtig guten Nachrichten in 2020? Ich bin so schlechte-Nachrichten-müde und so hungrig nach „good News“. Also News, die nicht mit Natur- und Ökosystem-Zerstörung, Arten- und Lebensraum-Verluste, Tier-Schmerz und Leid zu tun haben. Richtig gute Nachrichten eben!

Sowas wie:
Der Steigerwald wird Bayerns dritter Nationalpark.
Das neue Steinkohlekraftwerk Datteln4 geht nicht ans Netz.
In Gärten werden wieder mehr Igel gesichtet!
und #Hambibleibt tatsächlich!

Oder:
Glückliche Schweine, wie diese hier, die mit viel Spaß und Freude eine Rutschbahn hinunterrutschen, und Kühe, die wissen, wie selbstgerupftes Gras schmeckt.
Das Wort „ausverkauft!“ in Bäckereien – und dafür landen deutlich weniger Brot und Backwaren im Müll
.
Eine Förderung für Schwalbennester an Haus und Hof.
Fünf weitere Essbare Wildpflanzenparks in Deutschland.

Und wie wäre es mit:
Verbot von Laubsaugern.
Mehr Lastenräder als SUVs auf den Straßen (Schon gewusst? Lastenräder werden gefördert!).

Tempolimit auf deutschen Autobahnen.
Rücktritt Scheuer – und ein/e neue/rVerkehrsminister*in, die/der immun gegen die Autolobby ist.

Oder stell dir mal vor:
An Gewerbebauten klettern Kletterpflanzen die Fassaden hoch, hängen Fledermaus- und Nistkästen und auf den Dachflächen wird Solarstrom erzeugt.
Die erste Autobahn wird von sechsspurig auf vierspurig zurückgebaut.
In Städten weichen Asphalt und Beton lebendigem Grün, Gemüse, Obst und Blumen.
Und Wiesen werden wieder bunter…

Liebe BlogbegleiterInnen und FollowerInnen,
Liebe BesucherInnen und LeserInnen, Liebe KommentarschreiberInnen
und Rückmeldungs-(„gefällt mir“)-klickerInnen:
Euch allen ein herzliches DANKE
und
ein fröhliches, glückliches, gesundes neues Jahr!
Tut mir leid, dass ich letztes Jahr so wenig auf euren Blogs unterwegs war –
es lag nicht an mangelndem Interesse, sondern anderes rückte in den Fokus.
Auch, wenn der Fokus bleiben wird, hoffe ich doch in 2020 wieder auf mehr Austausch
mit euch und freue mich auf ein spannendes neues Bloggerjahr!

Liebe Artenvielfaltsbewahrer*innen, Liebe Aktive und Aktivist*innen,
Liebe
Baumbesetzer*innen, Liebe Klimaschützer*innen,
Liebe „Davids“ dieser Welt,
Liebe als
„Gutmenschen“ beschimpfte,
von denen wir deutlich mehr bräuchten;
Liebe alle, die nicht aufgeben, an die gute Sache zu glauben
und
unermüdlich für eine bessere Welt für uns alle kämpfen;
Liebe alle, die über sich hinausdenken und hinauswachsen, die den Mut für zivilen Ungehorsam aufbringen, weil sie wissen, es muß sich was ändern:

Auch euch ein herzliches DANKE
für euer engagiertes und mutiges Handeln

und auf ein richtig gutes 2020
– es wird Zeit für gute Nachrichten!!

Bleibt dran!

19 Kommentare

    • Ja 🙂 wir brauchen dringend gute Nachrichten 🙂 sorgen wir dafür, dass es welche gibt! Deine Fotos sind auch immer gute Nachrichten, finde ich. So lange du zum Beispiel Störche fotografieren kannst, gibt es sie noch, heißt: Diese Art ist noch nicht verloren! Und an jeder Art hängen immer auch weitere dran, die man nicht so deutlich wahrnimmt. 🙂

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  1. Danke mein lieber für Deine wunderbare Vision! In Ruhe, Schritt für Schritt: Wir kriegen das schon hin! (Bundespräsident Van der Bellen bei seiner Neujahrsansprache). Ein gutes neues Jahr! Herzlich die Gärtnerin mit dem gruenen Daumen

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  2. Ja, unbedingt! Dir auch ein Frohes Neues Jahr mit viel Mut und Begeisterung, schönen Beobachtungen, guter Ernte und noch viel mehr! und mit den guten Nachrichten hast du schon angefangen, wie schön 🙂 Ich glaube, es gibt ne ganze Menge mehr davon, wir müssen nur unseren Fokus erweitern! Alles Gute für 2020 und noch mal ja, ein Treffen wäre schön 🙂

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    • Das alles wünsch ich dir auch alles, liebe Almuth! Wunderschöne Balkonbeobachtungen und -momente! Gesundheit und weiterhin so viel Freude an Natur und Baumscheibe und vieles mehr!
      Nun ja, noch sind meine „guten Nachrichten“ alle nicht eingetreten, alles noch Wunschnummern, aber es wäre schön, wenn sie es täten 😉
      Ja, den Fokus erweitern ist das eine. Aber es kann nicht sein, dass wir nach guten Nachrichten so suchen müssen, um uns nicht total zu demotivieren. Es muß sich einfach was ändern! Also auf ein richtig gutes 2020! 🙂 Ganz liebe Grüße in den Norden!

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      • Suchen müssen wir ja nur, weil Negativschlagzeilen einfach besser gehen. Bin durch einen Beitrag vom DLF am Freitag auf die Seite https://perspective-daily.de/ aufmerksam geworden. Da geht es um Nachrichten nach Art des Konstruktiven Journalismus, wo zum Schluß immer gefragt wird, wie es jetzt weitergeht. Man wird also nicht mit der schlimmen Nachricht im Regen stehengelassen, sondern es gibt Lösungsvorschläge. Hast du schon mal Plan B geguckt? Dieselbe Machart. Es werden Probleme thematisiert und gleichzeitig Lösungen aufgezeigt.
        https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b

        Sieh es dir mal an! Trotz all des Schlimmen um uns herum, geht es auch anders und davon gibt es bestimmt mehr, als wir wahrnehmen. Vor allen Dingen macht es uns handlungsfähiger. Während der normale Journalismus den ständigen Weltuntergang suggeriert und die Menschen schlimmstenfalls gar nichts mehr machen, weil sowieso alles viel zu schlimm ist. Klar, darf sich noch schneller noch mehr verändern, aber sooo viele Menschen machen bereits etwas. Guck dir mal drei Folgen an und du wirst dich freuen 🙂 Auf ein positives 2020, yeah!

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      • Danke für die Links! Die schau ich mir an 🙂 sehr schön!
        Ja, stimmt alles, was du schreibst! Leider ist es aber trotzdem so, dass noch zu wenig Positives passiert bzw. das, was mal echt gut ist, das andere nicht ausgleichen kann. Zumindest ist das aktuell so.
        Ein Beispiel: Vor kurzem hab ich erfahren, dass es eine Krötenpopulation bei uns in der Nähe gibt, die seit Jahren stabil ist. Das ändert aber nichts daran, dass es insgesamt sehr schlecht um die Amphibien bestellt ist – und an allen anderen Krötenzäunen massiv sinkende Zahlen beobachtet werden. Und das hat leider nichts mit pessimistischem Journalismus zu tun, sondern sind reale Zahlen.
        Die Realität ist leider wie sie ist, man kann sie nicht einfach durch eine optimistische Brille anschauen, und dann ist es gut. 🙂
        Aber es stimmt auch 🙂 es ändert sich was! Menschen werden wacher (endlich!!); viele, immer mehr werden aktiv. Es gab noch nie so viele Aktivist*innen in Deutschland wie zur Zeit! Es wurde noch nie so viel über all diese Themen berichtet. Es gibt mittlerweile Begrifflichkeiten, auch im Sprachgebrauch der Politik, die waren vor einem Jahr noch absolut undenkbar: Kohleaussteig, Klimaneutralität, Klimanotstand, Klimapaket usw.
        Ja, auf ein positives 2020! Es muß sich einfach was zum Guten ändern :-)!

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  3. Ich habe nicht gesagt, daß alles gut ist, nur daß es viel mehr positive Nachrichten gibt, als wir glauben. Interessant in dem Bericht war, daß es tatsächlich Themen gibt, wo viele Menschen glauben, daß bestimmte Dinge absolut negativ sind, dabei zeigte sich in Studien, daß das tatsächlich nicht! der Realität entspricht. Aber das mögen Ausnahmen sein. Ich wollte damit nur verdeutlichen, daß es mehr Positives gibt, als wir wahrnehmen. Wie auch immer, es passiert was. Vielleicht wird das nicht reichen, ich weiß es nicht, aber deshalb würden wir beide doch nicht den Kopf in den Sand stecken oder 🙂 Immerhin gibt es bei euch eine stabile Krötenpopulation. Vielleicht gibt es noch mehr davon. Mag sein, daß es zu wenige sind, aber es könnte ja noch schlechter stehen. Immerhin sind sie noch nicht ausgestorben und das macht doch wiederum Mut weiterzumachen 🙂 Also, auf ein gutes 2020 und darauf, daß sich noch viel viel mehr engagieren und sich noch mehr verbessert!

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    • 🙂 Ja, damit hast du auch recht! Das wollte ich auch nicht kleinreden 🙂
      Und oh nein, ich stecke garantiert nicht den Kopf in den Sand – auch wenn es manchmal schwierig ist, es nicht zu tun und ich sehr gute Lust dazu hätte. Ich habe keine Lust zuzusehen und der Zerstörung das Feld zu überlassen 🙂 Wir müssen da unbedingt kräftig was entgegensetzen!
      Nein, leider gibt es nur diese eine stabile Krötenpopulation. Die größte ist in den letzten 5 Jahren von 5-7.000 auf unter 600 Tiere geschrumpft…und da gibt es aus verschiedenen Gründen leider eigentlcih keine Hoffnung, weil wir dort einen sehr uneinsichtigen Gegenspieler in Form eines Landwirts haben 😦
      Ja, auf jeden Fall weitermachen. Auch die 600 Tiere wollen wir nicht einfach ihrem Schicksal überlassen…
      Und ja 🙂 auf ein richtig gutes 2020!!! Wir alle brauchen das dringend!

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      • Das sind dramatische Einbrüche. Zum Teil sicherlich auch den Dürren geschuldet vermute ich? Jedenfalls ist das Wetter der letzten Jahre nicht gerade Amphibienfreundlich. Aber wahrscheinlich spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Traurig. Manchmal läßt sich jemand doch noch bewegen. Hoffentlich, bevor es zu spät ist. – Ja, bitte, ein richtig gutes Jahr mit vielen guten Entscheidungen und Taten und und und 🙂

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  4. Solchen Menschen, die in kalter Winternacht zu dem Sternenhimmel aufschauen und gute Wünsche in die Welt senden, wünsche ich Hoffnung und Licht. Es gibt sooo viel, was gesagt werden möchte, gesagt werden müßte und nur auf der Suche ist nach den Menschen, die auf der Suche sind nach solchen „Lichtblicken und Wegweisungen.. Da fällt mir ein LEIT-Satz ein, „Die Hoffnung der Schwachen“. Das sind Wegweisungen aus dem GEISTE. Ich erkenne darin soo viel Hilfe für eine Änderung, für eine Neu-Orientierung, die von innen nach außen gehen muß… Ach ja, das liegt mir am Herzen. ♡☆♧◇⊙♤

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