Gewächshaus – Fertig!

Hui, jetzt wird´s aber Zeit! Vier Wochen ist mein letzter Beitrag her, kinders, wie die Zeit vergeht! Und die Fertigstellung unseres Gewächshauses, ja, die war ja schon Oktober 2019…
Also auf geht´s!

Nach längerem hin und her entschieden wir uns, kein Glas, sondern Gewächshausfolie zu verwenden. Urspünglich liebäugelten wir auch mal mit alten Sprossenfenstern. Optisch gut schaut das dann aus, wenn man zum einen lauter Fenster gleichen Typs hat, und wenn man dann die ganze Bauweise, die Größe und Form des Gewächshauses an die Fensterformate anpasst… Auch eine spezielle Herausforderung!

Warum wir uns gegen Glas entschieden:
1.) Vogelschlag – ein durchsichtiger Kasten mitten im Garten – wir sahen sie schon vor uns liegen, die toten Vögelchen, die dachten, da sei nichts…

2.) alternativ und Vogelschlag sicherer wäre Milchglas – ziemlich teuer, v.a. wenn man 4.) bedenkt.

3.) Bruchgefahr – Was, wenn man ausversehen mal mit der Schaufel, dem Rechen, der Schubkarre dagegen rumst? Wenn bei einem Sturm ein Ast der alten Obstbäume auf das Dach des Gewächshauses kracht? Und dann macht´s: Klirr! ? Die Scherben bekommt man doch nie wieder aus dem Garten raus…

4.) Verarbeitung: Natürlich haben wir uns schlau gemacht, was wäre, wenn doch Glas. Keine Plastikfolie zu verwenden, hatte sehr wohl seinen Reiz. Aber wir stellten schnell fest: Wenn Glas, dann hätten wir es von Anfang an in die Bauweise mit einbeziehen und mit möglichst vielen gleichgroßen Rechtecken planen müssen. Man kann zwar Glasscheiben maßgeschneidert bestellen, aber wir hätten mehr als 20 unterschiedliche Maße gebraucht, und darunter nicht nur Rechtecke, sondern auch Dreiecke und unregelmäßige Vierecke. Hui! Unkostenalarm! Und wenn man dann noch Milchglas…
Gleiches gilt übrigens auch für Plexiglas und diese Hohlkammerplatten. Bei letzteren hätten wir sehr viel Verschnitt und damit Müll gehabt – das widerstrebte uns ebenfalls.

Dann also gleich richtig Gewächshausfolie. Zufällig hatte die Folie die perfekten Maße für die Abdeckung des Dachs, es gab keinerlei Verschnitt. Und bei den Seitenwänden arbeiteten wir sehr ökonomisch, so dass auch hier nicht viel Verschnitt anfiel.

Und so sieht das aus:

Wir zogen die Folie über das ganze Dach, auch wenn die kurze Dachseite mit den stabilen Hohlkammerplatten abgedeckt ist. So bekommen wir das Dach am First dicht und können die Dachbalken vor Regen schützen.
Die Folie spannen, und mit den Lärchenlatten festschrauben. An dieser Stelle eine kleine Fehlerkorrektur aus dem letzten Beitrag: Nicht die Dachbalken, sondern DIESE Lärchenlatten sind die einzigen Holzbauteile, die wir neu zu kauften.
An der Kante schlugen wir die Folie um, so dass sie dort, wo die Schrauben sitzen, doppelt und damit stabiler liegt. Den Unterschied merkt man gleich, wenn man´s ausprobiert.
Gut zu erkennen: Die umgeschlagene Folie. Unbedingt überstehen lassen, als Regenschutz für die Balken.
Nun ja, wenn alte krumme Balken auf nagelneue Bretter treffen, dann passt der Spruch: Sitzt, wackelt und hat Luft (v. a. letzteres 😉 ). Die Materialkombi sieht aber doch super aus, oder?

Ein paar Detailansichten:

Die Folie einmal über´s ganze Dach bis zum Boden legen war der einfache Teil der Übung. Sehr viel aufwendiger war es, die vielen sehr unterschiedlichen Drei- und Vierecke mit Folie zu bestücken. Da wir da im wahrsten Wortsinne alle Hände voll zu tun hatten, und auch noch 2 bis 4 weitere gut gebrauchen hätten können, gibt es keine Fotos der Zwischenschritte, sondern nur von den fertig ausgekleideten Elementen.
Maßarbeit: Dieses kleine Fenster sowie ein größeres gegenüber sind herausnehmbar. Durchlüftung ist bei einem Gewächshaus wichtig. Es darf nicht zu heiß werden und zu viel Feuchtigkeit im Inneren ist auch nichts.

Dann wird der Türrahmen eingepasst – übrigens auch Upcycling-Holz.

Tolles Detail :-): Die „Ecke“ war im alten Balken schon drin und bot sich perfekt für den Türriegel an.

Innenansichten:

Ist es nicht schön???

Fertig. Winterpause…

 

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