Was Frösche über die Welt erzählen

„Guten Morgen, Fröschle!“ Zusammen mit dem Frosch genieße ich die Morgensonne. Er im Wasser, ich mit meiner Kaffeetasse in der Hand. Echt schön zu beobachten, wie er immer cooler wird. Verschwand er anfangs immer sofort, sobald wir uns näherten, bleibt er mittlerweile ganz ruhig sitzen, wenn wir auftauchen.

Ah, ich sollte besser sagen: DIE FRÖSCHE werden immer cooler. Dadurch, dass sie nicht immer gleich abtauchen, wissen wir nämlich mittlerweile, dass zwei in unserem Teich wohnen. Einer bei den Weidenästen. Und der andere in der entgegengesetzten Ecke des Teichs, rechts neben der Treppe beim Bach-Ehrenpreis (Veronica beccabunga). Die drei Bilder hier zeigen alle den Frosch beim Ehrenpreis. Dem anderen hab ich bisher vergebens mit der Kamera aufgelauert…

Neben den beiden Fröschen leben auch mindestens zwei, wahrscheinlich drei Molche in unserem Teich. Da sie noch versteckter leben als die Frösche, ist es noch schwieriger, eine präzise Aussage oder eine Artenbestimmung zu treffen geschweige denn sie mit der Kamera zu erwischen.
Vor kurzem waren jedenfalls zwei schwarze Molche mit orangefarbenem Bauch (genaueres war nicht zu erkennen) auf der zweiten Treppenstufe unterwegs. Und die Tage entdeckten wir ein hellbraunes Tier. Gestern war das hellbraune mit einem schwarzen unterwegs – von ihrem Verhalten her dachte ich: Da wird´s doch nicht Nachwuchs geben? Das wär ja echt crass! Nicht nur, dass schon ein halbes Jahr nach Teichbau hier die Amphibien einziehen, sondern auch gleich im ersten Frühjahr Jungtiere…?

Der Teich und die Welt

Echt erstaunlich, wie schnell die Tiere am Start sind, sobald nur der entsprechende Lebensraum da ist! Das macht Hoffnung, dass wir doch noch eine Chance haben, das unvorstellbar massive Artensterben aufzuhalten, das derzeit im Gange ist. Gerade die Amphibienwelt zeigt, wie es bestellt ist. Auf arte zeigt eine Doku das Beispiel Panama. Bei uns in Deutschland und in Europa sieht es aber keinen Deut besser aus.

Das Ding ist: Wir müssen nicht ohnmächtig zusehen, wir können handeln. Und das ist doch eigentlich großartig! Die Frage ist schon lang nicht mehr, ob wir was tun und wie das mit dem ewig propagierten Wirtschaftswachstum oder der stark verteidigten konventionellen Landwirtschaft vereinbar ist.

Die Frage ist: Wann wir endlich anfangen.

Mit unserem Lebensstil entscheiden wir, in welcher Welt wir leben.

#Degrowth

7 Kommentare

  1. Ja, wir können. Einige von uns haben schon angefangen mit naturnahen Gärten. Leider gibt es zu viele, die ihr Stückchen Land in eine „pflegeleichte“ Schotterwüste verwandeln. Die gilt es zu überzeugen.

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    • Ja, genau!
      Aber es geht noch weit über den Naturgarten hinaus. Es geht auch darum, wie wir insgesamt leben, unser Konsumverhalten, unsere Ernährung… Denn das wirkt sich aus im Flächenverbrauch und in der Art, wie Flächen genutzt werden, und zwar nicht nur hier vor Ort, sondern global. Zum Beispiel: Der Gemüse- und Obstanbau in trockenen Ländern wie Spanien und Israel für ganz Europa tragen dazu bei, dass sich dort der Wassermangel verschärft, dass Feuchtgebiete austrocknen, dass Flüsse nicht mehr im Meer ankommen, weil sie vorher versiegt sind… Das gilt auch für Biogemüse, weil dort allesbewässert werden muß.
      Um nur ein einfaches Beispiel aus dem Alltag zu nennen. Gibt viele davon.

      Mit einem Naturgarten kann man direkt vor seiner Nase sehr viel machen. Mit dem, wie wir leben, entscheiden wir, wie es ingesamt auf unserem Planeten bestellt ist.

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  2. Sehr schön! Die Frösche haben für dieses Jahr die Überfuhr verpasst, aber die Molche werden sich vermehren, und die Larven lassen sich dann auch leichter beobachten. Von Juli bis Oktober, wenn die großen wieder weg sind, schwimmen die Larven relativ frei herum, fast wie Fische. Du wirst sie sehen.

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