Der letzte Apfel

Da liegt er, unser letzter Apfel aus dem Herbst 2021. Dem Erdkeller sei dank hat er so lange durchgehalten. Nun kommt er ins Müsli. Ab morgen gibt es gedörrtes Obst, auch aus dem Garten, der Solarenergie auf unserem Dach sei dank.
So ein kleiner Apfel. Irgendwie hat er heute für mich ganz besonderen Symbolcharakter, dieser kleine Apfel hier aus unserem Garten. Er hat keinen einzigen Kilometer Transportweg hinter sich. Und es hat keine einzige Kilowattstunde Strom gebraucht, um ihn in einem Kühlhaus zu kühlen. Er war nie in einer Verpackung, in deren Erzeugung auch wieder Energie und Rohstoffe stecken. Oder um es anders zu sagen: In seinem ganzen Lebenszyklus, der jetzt in meinem Müsli endet, gab es keinen einzigen Tropfen Erdöl und kein einziges Püffchen Erdgas.

Es ist ein Freiheitsapfel.
Durch und durch.
Wir sollten uns darum kümmern, dass es in Zukunft viel mehr davon gibt.
Auch für das globale Klima und die arg gebeutelte Biodiversität wäre das eine Wohltat.

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