Ernte im März

Es ist schon ziemlich cool, was man im März aus dem Gewächshaus ernten kann, wenn man es im Herbst nicht komplett ausräumt. Alles, was ihr hier wachsen seht, ist den Winter über stehen geblieben, und nun ernte ich Mangold, Zwiebelstängel und Salat.

Die Asiasalate sind nicht nur robust, sondern geschmacklich auch intensiv. Dagegen ist so ein Kopfsalat aus dem Supermarkt richtig langweilig!
Und hier noch drei Pflanzen für den Salat: milder Sauerampfer und Erbsensprossen (links) und Knoblauchsrauke (rechts).

Die ersten Sauerampferpflänzchen hab ich vor ein paar Jahren geschenkt bekommen. Eine tolle Entdeckung! sie vreleihen dem Salat nicht nur eine hübsche Optik (das Auge isst ja bekanntlich mit), sondern schmecken auch einfach. Im Sommer schossen sie irgendwann in die Höhe und blühten. Ich ließ sie blühen und aussamen, und jetzt freue ich mich über den Nachwuchs, der mir wieder Blättchen für den Salat liefert. Die Idee mit den Erbsensprossen stammt aus dem Buch „Wintergemüse“ von Heidi Lorey, Ulmer Verlag. Ein sehr lohnenswertes Buch, wenn man die Erntesasion in seinem Garten verlängern möchte!

Ja, und die Knoblauchsrauke – eigentlich ein „Unkraut“ im Gewächshaus, aber ein sehr lohnendes. Neben vielen Mineralien ist die Pflanze reich an Vitaminen, v. a. an Vitamin A und C. Knoblauchsgeschmack ohne Nachgeschmack. Wer die intensiv schmeckende Pflanze nicht gewohnt ist, sollte vielleicht erstmal vorsichtig dosieren. Auch sehr lecker: zu Pesto verarbeiten. Mischt man Basilikum dazu, oder wahlweise auch Sahne oder Frischkäse, kann man den Geschmack auch etwas abmildern.

Es hat sich auch gelohnt, so viele Mangoldpflanzen vorzuziehen und im Herbst einzupflanzen. Ihre Genossen auf den Gemüsenbeeten haben Schnee und Frost nicht überstanden, sie hier im Gewächshaus strotzen nur so. Die Zwiebeln liefern bei sorgsamer über sehr lange Zeit frische saftiggrüne Zwiebelstängel. Wie Frühlingszwiebeln!

Ja, es geht wirklich nichts über Grün vom Garten auf den Teller! Keine Transportwege, frischer geht es nicht. Und sehr praktisch, so ein „Einkauf“, nur ein paar Schritte weit von der Küche entfernt, ohne auch nur einen Tropfen Sprit zu verbrauchen, vor allem, wenn die nächsten Einkaufsmöglichkeiten nicht gerade ums Eck liegen. Da haben wir´s wieder: echtes Freiheitsgemüse und Freiheitssalat.
Statt jammern und meckern, also mal schön Ärmel hochkrempeln und ganz selbstwirksam Salat anpflanzen! 😉

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