Flatsch!

(…Fortsetzung…)

Die Nachbarn sind nach Hause getorkelt. Wir schauen schweigend in das ausglimmende Feuer. Die Sterne über uns, der letzte Schluck in der Flasche. Müde und den Gedanken nach sinnend…
Plötzlich ein lautes FLATSCH!
Oh nein, jetzt ist unser Wolf doch noch in den Matsch der Grube gesprungen! Ach nee, der ist ja im Haus…FLATSCH!
– Hast du das gehört? Da ist jemand in der Grube.
– Ach, quatsch!
– Doch! Ich hol die Taschenlampe!
(…)
– Schau mal! Da liegt ein Haufen Erde in der Grube. Häh? Wie kommt…? … AHHHHH! DIE WAND ist eingestürzt!
– WAS?

Die untere sandige Lehmschicht ist ausgetrocknet und zusammengesackt.
Die untere sandige Lehmschicht ist ausgetrocknet und zusammengesackt.

Ok, tief durchatmen. Was können wir jetzt um Mitternacht und total müde tun? Erstmal nichts. Morgen sehen wir uns alles in Ruhe an. Im schlimmsten Fall… STOP! Da denken wir jetzt nicht weiter, denn der tritt auf gar keinen Fall ein.

Wir schalten die gnadenlos alles erhellende Taschenlampe aus. Im Dunkeln sieht es gleich nur noch halb so schlimm aus. Wir klemmen uns die leeren Flaschen unter den Arm und gehen ins Haus. Erstmal schlafen. Ausgeschlafen denkt es sich über alles besser nach.

WAS WAR DAS? Ich sitze senkrecht im Bett. Da war doch ein lautes Krachen? KRAWUMM! Da, schon wieder! Siedend heiß durchfährt es mich: Die Grube! Panik. Ich schüttle heftig meinen Freund: „He, wach auf!“. Wir schauen aus dem Fenster. Gleich hinter der Feuerstelle, wo wir vorhin noch gesessen haben, gähnt ein Abgrund. Die Liegestühle sind verschwunden. Und da: Die hellen Steine der Feuerstelle – bewegen die sich nicht? KRAWUMM! Jetzt sind sie weg, und mit ihr ein weiteres Stück Garten. Ein langer Riss tut sich auf, direkt auf unser Haus zu, der Boden senkt sich langsam, gerät ins Rutschen… AHHHHHHHH!

Mit einem Ruck wache ich auf und sitze senkrecht im Bett. Ich lausche. Alles still. Vorsichtig schaue ich aus dem Fenster. Alles so wie es sein soll. Garten, Liegestühle, Feuerstelle, Sterne, alles da. Ich kämpfe die starke Versuchung nieder, in den Garten zu gehen und nachzusehen, ob auch wirklich alles in Ordnung ist…

Am nächsten Morgen besichtigen wir das Desaster. Und während ich zur Arbeit fahre, startet mein Freund eine große Grubenrettungsaktion.

Es lohnt sich immer, Baumaterial aufzuheben! Alte Steine und Ziegel halten nun die Rückwand - hoffentlich.
Es lohnt sich immer, Baumaterial aufzuheben! Alte Steine und Ziegel halten nun die Rückwand – hoffentlich.
Noch während der Rettungsarbeiten gibt´s plötzlich ein weiteres Flatsch! und ein Stück Seitenwand sackt ein.
Noch während der Rettungsarbeiten gibt´s plötzlich ein weiteres Flatsch! und ein Stück Seitenwand sackt ein.
So, nun heißt´s Daumen drücken, dass es hält!
So, nun heißt´s Daumen drücken, dass es hält!

Rettungsaktion, Klappe, die erste…

(Fortsetzung folgt…)

 


Die Vorgeschichte? hier 🙂
Die Idee dahinter? Hier: GRUNDidee Erdkeller.
alle Beiträge zum Erdkeller: voila.

Advertisements

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s