Der erste Kürbisnugget!

Der erste Kürbis aus Eigenanbau! Ist er nicht schön?

Zack! Ich hab den ersten Kürbis geerntet! Ganz plötzlich hab ihn einfach mit der Gartenschere abgeschnitten. Nachdem ich tagelang um ihn herumschlich, ihn begutachtete, klopfte (Klingt er schon hohl?), den Stiel (Ist er schon verholzt?) und die Farbe prüfte (Ist sie schon tief orange? Noch irgendwelche grünen Flecken?). Um dann zum x-ten Male nachzulesen, woran man erkennt, dass eine Kürbisfrucht reif ist.

Und jetzt liegt er vor mir, und ich kann mich gar nicht an ihm satt sehen. Sieht er nicht toll aus? 🙂

Oh, ich hoffe ich hab ihn nicht zu früh geerntet! Der Stiel sah von außen zwar schon holzig aus, aber innen ist er doch noch grün.

Ein bisschen Sorgen mach ich mir, dass ich ihn doch zu früh geerntet habe. Denn der Stiel ist innen noch grünlich und sieht alles andere als komplett verholzt aus. Aber es hieß, Kürbisfrüchte reifen an kühlen, trockenen Orten noch nach.

1,5 kg 🙂 toll, oder? ok, es gibt deutlich schwerere Hokkaidos. Aber es ist der erste selbstgezogene, selbstdurchlittene, durchkämpfte, selbstgeerntete Kürbis aus dem eigenen Garten – und das wiegt doch wohl enorm! 🙂

Stolze 1,5 kg bringt mein erster Kürbis auf die Waage. Das ist aber nur das messbare Gewicht. Das, was nicht messbar ist, macht ihn zu einem richtig schweren Kürbisnugget. Ich denke an die vielen Stunden, die ich dieses Jahr König Kürbis gewidmet habe; an die erste erfolglose Ansaat, an die Freude über die Keimlinge, die dann doch wuchsen; an die zahlreichen Besuche, bei Tag und bei Nacht, im Regen, mit Taschenlampe; an die Angriffe der Schneckenbrigarden, an die unzähligen Schneckenkampfstunden, in denen ich unzählige schleimige Tierchen einsammelte und in den Wald trug; an den rettenden Sägespäneverteidigungswall; an die Blütenrätsel, dann das Bangen, dass die Früchte was werden; die Sorge, dass die Schnecken sie alle abnagen (wie ich einmal tatsächlich träumte…).

Nun liegt er in der Küche, und leuchtet in seinem satten Orange vor sich hin. Ich freu mich schon auf die erste Kürbissuppe aus dem ersten Kürbis aus Eigenanbau.

Es wird sicher die beste Kürbissuppe der Welt 🙂

Dieser Hokkaido-Kürbisnugget reift noch an der Pflanze. Aber nicht mehr lang…

 

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13 Kommentare

  1. Der ist wirklich hübsch geworden. Glückwunsch zum Kürbiskind 🙂 nach all deinen Mühen. Dafür belohnt er dich mit seiner Schönheit. Bon Appetit ! Am besten pur genießen, ohne viel Schnickschnack und nur mit ner Spur Zimt. Leckeeer 🙂

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      • Genau, stückeln, weich kochen und wenn ich püriert habe tue ich den Zimt dran (ca. einen knappen halben Teelöffel) und rühre noch mal kurz um. Der Zimt harmoniert ganz wunderbar mit dem Kürbis 🙂 Es gibt ja viele Kürbissuppenrezepte. Früher habe ich noch mit Kartoffeln gemischt, man kanns auch noch exotisch würzen, aber so für den reinen Hokkaidokürbisgeschmack finde ich es so pur auch extrem lecker 🙂 Geschmackssache. Wer sonst sehr viel würzt, dem ist es vielleicht zu schlicht. Muß man ausprobieren. Viel Erfolg jedenfalls beim Kochen und laßt es euch schmecken 🙂

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      • Mmh, das klingt interessant. Der Kürbis ist jetzt schon für Suppe eingeplant, aber das probier ich mal aus. Der Herbst ist ja noch lang, und Kürbisse gibt´s ja auch auf dem Markt, falls meine Ernte das nicht mehr her gibt ;-).
        Danke für den Tipp!
        Schönen Abend noch! 🙂

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      • Also bei mir ist das wie bei Kartoffelsuppe. Man kann Suppen ja total dünn machen oder etwas dicklicher. Bei mir ist es eben etwas cremiger. Also nicht so wässrig. Ich bedecke die Kürbisstücke im Topf gerade so mit Wasser und so püriere ich es auch. Manchmal schöpfe ich noch ein bißchen Flüssigkeit ab, aber in letzter Zeit ging es auf. Man ahnt ja gar nicht, wieviel Suppenarten es gibt 😉

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  2. Kein Kürbis kann so lecker sein, wie der aus dem eigenen Garten! Sehr schmackhaft auch die folgende Zubereitung:
    Kürbis halbieren, aushöhlen, die Hälften mit reichlich zerlassener Butter bestreichen (es darf ruhig eine Pfütze in den Hälften stehen), mit grobem Salz bestreuen und bei 160 Grad im Backofen garen. Ein Löffelchen Ahornsirup und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer dazu. Auslöffeln!

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