Dörren mit der Sonne

Die Sonne lachte, die Solaranlage brummte, die lecker Zwetschgen riefen geradezu danach, geerntet zu werden. Höchste Zeit, wieder den Dörrofen auszupacken, und mit Sonnenenergie direkt vom Dach zu dörren! Schon letztes Jahr haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem Dörren unserer Zwetschgen, Äpfel und Birnen gemacht. Die Haltbarkeit ist sehr gut, bis in den Sommer hinein hat der Vorrat gereicht, und sie blieben bis zum Schluß in top Qualität und lecker. Also ab ans Ernten, Entkernen und Schnippeln! Am besten startet man schon frühmorgens, um möglichst viel vom Sonnentag mitzunehmen, denn das Dörren der Zwetschgen braucht seine Zeit.

Neben Zwetschenkuchen – den man ja nur in begrenzten Mengen backen und essen kann – ist das echt die beste Art, möglichst viele dieser leckeren Zwetschgen mit in den Winter und ins kommende Jahr zu nehmen. Sie werden so lecker, da kann kein Trockenobst aus dem Supermarkt mithalten. Ein paar Tage später kamen auch die Birnen an die Reihe. Die werden auch richtig gut!

Natürlich ist es zeitaufwendig, wenn man das unbedingt in den Vordergrund stellen möchte. Aber was, was wir tun, braucht keine Zeit? Die Frage ist doch eher: Wofür möchten wir unsere Zeit einsetzen? Statt eine Arbeit zu machen, die man vielleicht noch nicht mal gerne macht, um Geld zu verdienen, mit denen man dann Früchte im Laden kauft, die von irgendwoher kommen und für deren Anbau vermutlich Pestizide eingesetzt wurden… genieße ich lieber die Morgensonne auf meiner Terrasse, höre den Vögeln zu, freue mich über den Besuch eines neugierigen Spatzes, der mich eine Weile genau beobachtet, über die Honigbienen der Nachbarn und die Schwebfliegen, die vorbeischauen, und kümmere mich um die super leckeren Zwetschgen und Birnen direkt vor meiner Nase. Dabei denke ich an die vielen Müslis in den Wintermonaten, in denen diese sonnengereiften und sonnengetrockneten Früchte landen werden. Und wenn ich dann abends die getrockneten Früchte in die Gläser packe und ins Regal stelle, hat das was ungemein zufriedenstellendes. Ein Gefühl, das sich jedes Mal wieder einstellt, wenn ich ein Gläschen öffne, und die getrockneten Früchte entnehme.

Wenn es das nicht wert ist…!



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