Blühpflanzenzählung 2018 – spätes Update (2)

Na? Zwischen Weihnachtsfeierei und Silvesterkracherei tut ein bisschen bodenständige Abwechslung doch ganz gut, oder? Tapetenwechsel, sozusagen, zurück in den heißen Sommer 2018, mit einem Becher dampfendem Glühwein und den letzten Plätzchen aus der Keksdose 😉

Bereit? Dann auf geht´s zum vorletzten Update meiner Blühpflanzenzählung 2018! Ran an die Liste!

 

Anfang bis Mitte Juni

123 Kapuzinerkresse – Dieses Jahr leider nur kümmerlich. Vielleicht hätte ich die Erde im Topf doch austauschen sollen?

Ton in Ton: Kapuzinerkresse und Marienkäfer, der eine Laus nach der anderen verdrückte. Ich berichtete!
Tagetes im Oktoberlicht.

124 Tagetes – Eigentlich mag ich die gar nicht. Aber sie sollen gut gegen Erdflöhe helfen, die Löcher ins Gemüse beißen. Also hab ich sie gesät, biologische Schädlingsbekämpfung. Und wie das so ist, wenn man etwas nur lange genug anschaut, entdeckt man irgendwann auch da etwas Schönes, wo man es vorher nicht vermutet hat!

125 Ringelblumen

126 Färber-Hundskamille – Sie blühte dieses Jahr großartig!

127 Liguster

Kronwicke

128 Fingerkraut Potentilla reptans

129 Kronwicke Wie ich dieses Pflänzchen liebe! Tolles Prinzessinnenrosa, oder? Blühte ca. drei Wochen lang.

130 Feinstrahl / weißes Berufskraut Erigeron annuus

Feinstrahl, Erigeron annuus, Neophyt aus Nordamerika. Ob er für Insekten nützlich ist, muß ich noch herausfinden. Zur Samenbildung braucht er sie jedenfalls nicht.

131 noch eine Nelke Dianthus armenia

132 Franzosenkraut – Das hat mir den letzten Bestimmungsnerv geraubt. Als ich schon lange aufgegeben hatte, entdeckte ich es zufällig auf dem Blog Wildkrautgarten. Ja, Bloglesen bildet 😉

Johanniskraut mit lauter kleinen mini-Käfern.

133 Johanniskraut

134+135 zwei verschiedene Nachtkerzen, eine im Blumenbeet und eine in der Hecke. Beide hab ich vor ein paar Jahren gepflanzt, aber ihre Namen weiß ich nicht mehr.

136 Kornblume – nur ein oder zwei Pflänzchen, und leider nur ganz mickrig.

137 Stellaria spec. – Keine Lust auf nähere Bestimmung!

138 Gewöhnlicher Rainkohl Lapsana communis

139 ein Habichtskraut – Es entging mir völlig, irgendwann hab ich die samentragenden Stengel entdeckt!

140 Moschus-Malve – Urspünglich war es nur eine einzige Pflanze. Aber sie hat sich ausgesät und wuchs dieses Jahr an vielen Stellen im Garten. Ich hoffe, das bleibt so!

Moschus-Malve mit einer Nachtkerzenart

 

141 Glockenblume

142 Weißer Steinklee Melilotus alba

143 Hornklee Lotus corniculatus – tauchte von allein in unserem Garten auf.

144 ein kleines Geranium – schon verblüht, als ich es entdeckte.

145 + 146 zwei weitere Nachtkerzenarten – eine groß- und eine kleinblütigere Nachtkerzenarten, selbst ausgesät. Oh, wie schön sie geblüht haben! An denen konnte ich mich gar nicht satt sehen 🙂

Eine der selbstausgesäten Nachtkerzen mit Färberhundskamille, verblühtem Pippau (unscharf erkennbar, die weißen Samenbüschel) und wogendem Gras im Hintergrund. Sommer pur!

147 Radieschen – in weiß, hellrosa und pink

148 Hokkaido-Kürbis – eine grüne und die orangene-Sorte – Jihuu! Aber die Ernte war dieses Jahr nicht so besonders, dafür dass es sechs Pflänzchen waren. Sogar diesem doch so wärme- und sonneliebendem Gewächs war der Sommer zu crass.

149 Lein – vom Vogelfutter ausgeät

150 Ackerkratzdistel – Ohje, keine gute Überraschung. Die muss leider raus! Die ein und andere hab ich trotzdem erst verblühen lassen. Disteln blühen einfach so hübsch, und wenn sich dann auch noch Hummeln und  Schmetterlinge darauf tummeln, schaff ich es einfach nicht, sie rauszurupfen. Aber die darf sich hier nicht etablieren!

151 Horn-Sauerklee Oxalis corniculata – Vor kurzem unterhielt ich mich mit zwei Gartenbesitzerinnen über Wildpflanzen im Garten, und wir kamen auf den Horn-Sauerklee zu sprechen. „Oh, das ist ein ganz schlimmes Gewächs!“, rief eine der beiden entsetzt aus. Ich finde es eigentlich ganz hübsch, so zwischendrin. Und im Gegensatz zur Ackerkratzdistel, die lange Pfahlwurzeln bildet, kann man den Sauerklee tatsächlich ganz leicht rausrupfen, wo er zu viel wird.

152 Tomaten

153-156 ohne Datum: Fichte, Birke, Knäuelgras, Eiche – irgendwann fiel mir ein, dass die ja auch alle beglüht haben! Sehr unscheinbar halt.

157 Weinbergslauch oder so ähnlich

eventuell Weinbergslauch

 

158 Taglilie – gerettetes Pflänzchen. Lag eines Tages neben unserer Einfahrt, wie aus einem Topf herausgerissen. Ich hatte keine Ahnung, was es war, aber es tat mir leid – und so landete es in meinem Blumenbeet.

 

Mitte bis Ende Juni

159 Phacelia – angesät als Gründünger im Gemüsebeet

160 Borretsch – Hui! Was für eine Überraschung! Vor drei Jahren pflanzte ich mal ein Pflänzchen, das entsetzlich vor sich hinkümmerte und verschwand. Es hat anscheinend Samen geworfen!

Borretsch
Mädesüß mit Rosenkäfer, Cetonia aurata. Was für ein dicker Brummer!

161 Mädesüß – sehr mickrig dieses Jahr, und nur vereinzelt Blüten. Dieser feuchteliebenden Art war es definitiv viel zu trocken. Letztes Jahr war sein Jahr! Von dem her hab ich nichts dagegen, dass es sich dieses Jahr mal nicht so ungehemmt augebreitet hat.

162 Wiesenstorchschnabel Geranium pratense – Eine typische Wiesenart, sollte auf so gut wie jeder (Streuobst-)Wiese blühen. Da sie sich bei uns einfach nicht von alleine einfinden will – woher soll sie auch kommen? Weit und breit wächst sie hier nirgends (mehr) – hab ich Anfang des Jahres drei Pflänzchen gekauft und in die Wiese gesetzt. Drei deswegen, weil nur bei Fremdbestäubung fruchtbare Samen entstehen. Sie haben sich toll geschlagen und geblüht! Nun hoffe ich natürlich, dass sie sich vermehren und bald unsere ganze Wiese bevölkern…

163 eine kleinblütige Weidenröschenart Epilobium adenocaulon oder E. obscurum – Wer weiß das schon bei diesen Weidenröschen? Auch so eine schwer zu bestimmende Gruppe.

164 Gold-Garbe Achillea filipendulina

Sonnenblume, ausgesät vom Vogelfutter.

165 Scharfer Mauerpfeffer

166 Zitronenmelisse

167 Sonnenblumen – selbst ausgesät, aus dem Vogelfutter

168 eine Glockenblumenart – geschenkt bekommen

Weichkäfer auf Blüte des Margaritenbuschs.

169 Margaritenbusch – Ganz zu Beginn hab ich in einem Gartencenter einen Topf Margariten gekauft. Dass da so ein Busch daraus werden würde, auf die Idee kam ich nicht! Man muss aber sagen, sie sieht toll aus, wenn sie blüht. Allerdings hocken in ihr auch hunderte und aberhunderte Schnecken…

170-172 drei verschiedene Hauswurzenarten auf dem Carportdach

Dieser Weberknecht wohnte in der Maisblüte.

173 Königskerze – zum ersten Mal in unserem Garten! Frag mich aber bitte nicht nach der genauen Art…

174 Blutweiderich

175 Brombeere – völlig übersehen! Hab erst die Früchte entdeckt. Mmh, lecker 🙂

176 Buddleya – irre früh!

177 Zuckermais – leider keine Ernte 😦

 

 

Und damit dieser Beitrag nicht total endlos wird, landet der Rest in einem weiteren, dann aber nun wirklich letzten Update …

 


Die gesamte Blühpflanzenzählung 2018 findest du hier.

11 Kommentare

  1. Deine Blühpflanzenlisten finde ich sehr praktisch. Das meiste Zeug haben wir auch im Garten, und ich weiß sowieso nie, wie es heißt. Aber am besten gefallen hat mir der Verschreiber: beglüht. Die Autokorrektur will das bei mir ständig fressen. Das klingt nach dem Glühwein aus der Einleitung. Sehr passend zur Jahreszeit.

    Gefällt 2 Personen

  2. Liebe Gartenfee 🙂 Was für eine Wahnsinnsliste! Toll, was sich bei dir alles findet. Was spricht gegen die Ackerkratzdistel? Die sieht doch so hübsch aus. Läßt sie sich nicht eingrenzen? Okay, bei der Samenbildung dann vielleicht nicht. ich habe hier jede Menge von diesem roten Klee – ist das auch Sauerklee? Er blüht gelb und es ist, wie du sagst: er breitet sich aus, aber läßt sich ganz leicht auszupfen. Wenn er mir im Laufe des Jahres zu viel wird, kommt wieder was weg. Aber ich mag die auffallende Farbe zwischen den anderen Pflanzen! Er darf gerne in meinem „Unkrauttopf“ wachsen 🙂 Witzig, mit den Tagetes gehts mir wie dir. Eigentlich mag ich sie nicht, aber ich sah sie ‚an‘ einem Garten und sie waren gut besucht! Das Mädesüß wächst hier in der Nähe an einem Grabenrand und war im Sommer nur so umschwärmt. Es kam mir vor wie das Bier der Hummeln und Bienen 😉 Auch Schmetterlinge labten sich begeistert! Ach, wie beneide ich dich um die schöne Vielfalt. Danke auch fürs Franzosenkraut. Das wuchs hier mal unterm Baum. Ich kannte es nicht und weiß auch nicht, ob es noch da ist. Schöne Fotos wieder! Dann noch ein schönes Restgartenjahr und alles Gute für das kommende! Ich hoffe, du hattest schöne Feiertage und ihr kommt mit eurem Wolf gut ins nächste Jahr!! Ganz liebe Grüße von Almuth

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    • Liebe Balkonfee! 🙂 ja, cool, oder? Ich hätte auch nie gedacht, dass die Liste so lang wird! Sie erst jetzt zusammenzustellen, ist eigentlich ganz schön, so kann ich das ganze Jahr nochmal Revue passieren lassen. Wahnsinn, was bei uns alles wächst und blüht, und das bei der Trockenheit. Die Natur ist echt irre.
      Die Ackerkratzdistel sieht wirklich hübsch aus und ist eine wichtige Pflanze für jede Menge Insektenarten!! Wie alle Disteln, die ja kaum noch Lebensraum bekommen. Aber leider ist gerade die Ackerkratzdistel auch sehr dominant. Mit ihren Pfahlwurzeln (angeblich über 1 m tief in die Erde) kriegt man sie nicht mehr los, denn sie wächst mit dem Rest der Wurzel, den man nicht erwischt, einfach wieder weiter. Mal eben rausrupfen ist da nicht. Und sie bildet sehr viele Samen aus! Barfußlaufen im Garten wird eine sehr picksige Angelegenheit, weil sie überall auftaucht… Also, leider muß ich hier tatsächlich ausnahmsweise sagen: Keine so gute Gartenpflanze 😦
      hihi! Ja, das Franzosenkraut, ich sag´s dir!
      Welchen roten Klee meinst du? Hast du ein Foto?
      Danke, liebe Almuth, das wünsch ich dir auch! Noch schöne Tage in 2018! Und euch auch guten Rutsch! Ja, die Feiertage waren ganz entspannt – tut mal gut, die Zeit zwischen den Jahren, das vergangene sacken lassen, und das neue noch nicht anzufangen… 🙂
      Ganz liebe Grüße zurück!
      Sabine

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      • Das ist wirklich toll und ein schöner Jahresrückblick! Hier ist der besagte „Unkrauttopf“ (gibts ja nicht 😉 mit „Rotklee“

        https://naturaufdembalkon.wordpress.com/2018/05/13/der-balkon-im-mai/

        Ist das Sauerklee? Ich finde die Farben so schön! Schade mit der Ackerkratzdistel. Ich würde sie ja glatt in einen Topf setzen, aber vermutlich ist sie so sähfreudig, daß das nichts hilft. Meine Kleearten – der andere Rotklee und Weißklee – wurzeln ja normalerweise auch sehr tief, aber im Topf geht es. Nur sie säen sich nicht so schlimm aus. Aber du hast Recht: das könnte ganz schön pieksig werden 😉 – Bei mir war noch nichts mit Erholung. Ich warte immer noch auf einen Zustand der Entspannung 😉 Es war einfach zu viel los. Von mir aus könnte diese Zwischenzeit noch ein Weilchen anhalten 🙂 Herzliche Grüße vom Balkon in den Garten, Almuth

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      • Hallo Almuth,
        Ja, der Klee mit den roten Blättern ist auch ein Oxalis – Oxalis ist nicht mit dem Roten Wiesenklee (Trifolium) verwandt, eine andere Pflanzenfamilie (Sauerkleegewächse). Die heimischen Oxalis-Arten haben keine roten Blätter. Bei uns wachsen der Waldsauerklee (Oxalis acetosella), dessen Blätter man in kleinen Mengen essen kann (Vorsicht, Fuchsbandwurm!), der Horn-Sauerklee mit gelben Blüten (Oxalis corniculata) und der Aufrechte Sauerklee (Oxalis stricta (Neophyt; heißt aber komischer Weise auch europäischer Sauerklee). Wenn ich so recht überlege, könnte unser Horn-Sauerklee auch ein aufrechter Sauerklee sein… mmh, muß ich mir nächstes Jahr nochmal anschauen.
        Der, den du auf deinem Balkon hast, ist vermutlich der Oxalis triangularis, wird als Zierpflanze und Glücksklee in Blumenläden und Gartencentern angeboten.
        Nee, Ackerkratzdisetl ist keine gute Idee für den Balkon 😉 Aber wenn du eine Distel möchtest: Eine Freundin von mir schwört auf die Nickende Distel. Und ich muß sagen, die sieht wirklich toll aus! Angeblich, so meine Freundin, kann man die ganz gut im Zaum halten. Bei ihr im Garten tauchen aber auch in Scharen die Distelfinken auf und fressen die Samen ihrer Nickenden Disteln. Vielleicht klappt das im Zaum halten deswegen so gut.
        Ohje, du arme, noch keine Erholung zu spüren? Dann wird´s aber mal Zeit!!! Dann wünsch ich dir, dass du erholsame Tage im Januar hast!!
        Ganz liebe Grüße und guten Rutsch in die Erholung!
        Sabine

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      • Ich weiß nicht mehr, wie der Klee zu mir kam. Kann aber gut sein, daß der irgendwo mit drin war. Ich wunderte mich einmal, als ich sah, daß ein Blumengeschäft diesen säfreudigen Klee für 1,50, oder waren es 3 Euro?, zum Kauf anbot. Was für ein Blödsinn und dann nicht mal heimisch. Schade eigentlich. Aber wie gesagt, die Blattfarbe macht sich gut (schreibe ich jetzt zum dritten Mal, oder? Ich bin so durch’n Wind heute ;-). – Nickende Distel hört sich gut an! Ah ja, die kenne ich vom Sehen. Die ist hübsch. Das wäre schön und vielleicht kommen dann auch Vögel zum Knabbern! Mal sehen, was den Winter nicht übersteht. Vielleicht habe ich dann was frei. Ich bin nicht sicher, ob die Blaumeisen nicht an meinen Ipomoeasaaten geknabbert haben. Manchmal zutzeln sie da rum. Ansonsten konnte ich das noch nie beobachten! Danke für die Wünsche! Mir ist immer noch nicht klar, daß heute Silvester ist. Daran erkennt man, daß ich eine Woche zurückliege 😉 Liebe Grüße zurück, Almuth

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      • Ohje, liebe Almuth, du klingst echt urlaubsreif!! Gönn dir zumindest ein paar Tage Auszeit 🙂 – oder geht das gar nicht?
        Ich meld mich die Tage mal per Email bei dir.
        Ein gutes und gesundes neues Jahr und ein wunderschönes naturaufdembalkon-Jahr und wünsch ich dir auch, liebe Balkonfee!
        Liebe Grüße! 🙂

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